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Haut und Sonnencreme

Sonnencreme – wie cremt man sich richtig ein?

Unser Verhältnis zur Sonne ist emotional, das heißt zumindest ein kleines bißchen unvernünftig. Natürlich wissen wir, daß zuviel ultraviolette Strahlung (UV) krebsbegünstigend wirkt und die Haut vorzeitig altern läßt. Nur verhalten wir uns nicht immer entsprechend. Manche Hautkrankheiten werden durch Sonnenschein verursacht, ausgelöst oder verschlimmert, andere bessern sich unter der Sonne.   Wie kann ich meine Haut vor zuviel UV schützen?
Meiden der UV-reichen Tageszeit
Zwischen 11 und 15 Uhr Sommerzeit treffen etwa 2/3 der Sonnenbrand auslösenden Tagesmenge an UVB auf die Erdoberfläche. Zwischen 11 und 15 Uhr vergnüge dich im Schatten nur. UVB wird stark gestreut. Deshalb sind wir im Schatten nur halb geschützt.
Textiler Sonnenschutz
Bemühen Sie sich bei starker UV-Einwirkung um möglichst viel Haut bedeckende Kleidung. An keinem Strand der Welt sind langärmelige Hemden und langbeinige Hosen verboten. Ein breitkrempiger Hut schützt Kopf und Hals. Dicht gewebte Stoffe wie Baumwolle oder Seide lassen praktisch kein UV durch.
Sonnencreme
Nutzen Sie diese vor allem als zusätzlichen Schutz für diejenigen Abschnitte der Haut, die durch Kleidung nicht geschützt werden können. Insbesondere die oft dem Sonnenschein ausgesetzten Stellen wie Gesicht, Hals, Nacken, und Hände und die sogenannten Sonnenterrassen sollten konsequent geschützt werden. Ohren nicht vergessen!
Konsequent heißt
* mindestens 20 Minuten vor dem Besonnen und dann
* alle 30 Minuten viel Sonnenschutzmittel pedantisch genau auftragen.
Der Sonnenschutzfaktor (SPF)
Ist ein Maß für den Schutz vorschriftsmäßig eingecremter Haut
* SPF 10 filtert etwa 90 % der Strahlung heraus
* SPF 20 etwa 95 %
* hundertprozentiger Schutz ist auch mit SPF 60 nicht zu erreichen.
Ist auf der Verpackung nur ein SPF angegeben, dann bezieht sich dieser allein auf den Schutz vor dem Sonnenbrand auslösendem UVB. Ist ein weiterer SPF angegeben, so gilt dieser für das tiefer eindringende UVA.
Wie funktioniert eine Sonnencreme?

Es gibt zwei Arten
* chemische Filter, die die im Sonnenlicht enthaltene Energie aufnehmen und  dabei langsam zerstört werden
* physikalische Sonnenschutzmittel, die die Sonnenstrahlen wie ein Spiegel reflektieren und der Haut ein weißlich-glänzendes Aussehen verleihen können.
Empfohlen werden Breitbandsonnenschutzmittel, die vor UVA und UVB schützen. Meist reicht SPF 15-20 aus, bei besonders lichtempfindlichen Hautkranken SPF 25 oder größer.
Gern beraten wir Sie bei der Auswahl eines für Ihre Haut günstigen Sonnen- schutzmittels und zeigen Ihnen auch, was Sie – pardon – falsch machen und wie man Sonnenschutzmittel richtig aufträgt.

Hierzu einige nützliche Tipps

* So viele Stellen wie möglich durch Kleidungsstücke schützen
* Überlegen, welche Partien nur durch Sonnencreme geschützt werden können
* Diese dann sorgfältig und großzügig eincremen
* Dabei immer gleich vorgehen, z. B. auf der Stirn am Haaransatz oben rechts beginnen, bis zum Haaransatz oben links eincremen, dann die Nase, Jochbeinbögen rechts und links, Wangen usw.
* Ohren, Hals und Handrücken (ggf. auch Fußrücken) nicht vergessen!
* Mit dem Eincremen 15-30 Minuten vor Beginn des Sonnenbads beginnen
* Bis zum Ende des Sonnenbades alle 30 Minuten nachcremen. Innerhalb von 30 Minuten läßt der Sonnenschutz durch Abwischen oder Abspülen der Creme wie auch durch Inaktivierung des Sonnenschutzmittels deutlich nach.
Text: H. Meffert

Haut im Winter

Wer kennt das nicht: Trockene, spröde und sogar rissige Lippen im Winter. Selbst die Haut des Gesichtes und der Hände wird immer trockener und faltenreicher. Ursache für diesen Wasserverlust sind nicht nur die eisigen Außentemperaturen, die niedrige Luftfeuchtigkeit und die trockene Heizungsluft, sondern auch die Abnahme der Talgproduktion der Haut, sodass der natürliche Fettschutz entfällt. Deshalb brauchen alle Hauttypen im Winter eine stärker fetthaltige Pflege als im Sommer. Tages- und Nachtpflege können getauscht werden: Tagsüber sollte eine fettreichere Nachtcreme mit einer Öl-in-Wasser-Emulsion verwendet werden. Auf eine rein Feuchtigkeit-spendende Hautpflege sollte man im Winter entweder völlig verzichten, oder sie allenfalls als Nachtcreme anwenden. Wer empfindliche Haut hat, dem ist zu raten, die Pflegeprodukte nach einer genauen Bestimmung des Hauttyps auszuwählen. Anhand der Ergebnisse dieser Analyse kann ein individuelles und optimales Pflegeprogramm für jede Jahreszeit erstellt werden.